Mond-Venus-Konjunktion
Beitrag: 18. Juni 2026
Aufnahmen: 17. + 18. Juni 2026
 
 
Gestern Abend - am 17. Juni - kamen sich Venus und der Mond ganz nahe. Man konnte dabei die Mondsichel, das Erdlicht am Mond und darüber die helle Venus nach Sonnenuntergang am Westhorizont beobachten.

Hier ist ein Zeitraffer vom Ende des Ereignisses, als Mond und Venus gemeinsam am Horizont untergingen. Im Vordergrund ist das Kerngebiet Idsteins mit dem Hexenturm zu sehen, der zum Glück zu dieser Zeit nicht mehr beleuchtet war - sonst wäre der Zeitraffer so nicht möglich gewesen:



Die wechselnden Aufhellungen über der Stadt kommen von den Fahrzeuglichtern entlang der viel befahrenen Autobahn A3.

Hier nun einige Impressionen dieses Abends. Die Dämmerungsfarben hielten sich dank günstiger Wetterbedingungen außerordentlich lange am Horizont. Zu Beginn der nautischen Dämmerung, als die Sonne etwas mehr als 6° unter dem Horizont gesunken war, waren mit bloßem Auge Dämmerungsstrahlen erkennbar:
 
 
Durch Bearbeitung des Bildes mit einer sogenannten unscharfen Maske lassen sich die Strahlen deutlicher hervorheben:
 
 
Auch eine Detailaufnahme mit dem Teleobjektiv zeigt die Dämmerungsstrahlen:
 
 
Venus, Jupiter und auch Merkur waren am Horizont zu sehen, wobei ich Merkur erst im Kameradisplay erkennen konnte. Venus ist der helle Punkt direkt über dem Mond, Jupiter befindet sich ungefähr in der Bildmitte, und Merkur diagonal weiter rechts unten im Bild:
 
 
Eine Stunde später näherte sich der Mond dem Horizont und färbte sich dabei Orange. Der Horizont war kurz vor Mitternacht immer nach etwas aufgehellt:
 
 
In dieser Ausschnittsvergrößerung ist Orangefärbung des Mondes und auch der Venus besser zu erkennen:
 
 
Rechts oberhalb von Venus ist zudem ein irdisches Objekt zu erkennen: eine Drohne. Diese war bereits gegen Ende des Videos zu sehen. Und links oben im Bild ist ein offener Sternhaufen zu erahnen: Messier 44 (Krippe bzw. Bienenkorbkaufen). Dessen Sterne sind rund 577 Lichtjahre von uns entfernt.

Ein Tag später - am 18. Juni - war der Mond deutlich weitergezogen. Venus ist ein ganzen Stück weiter rechts im Bild als hellster Punkt zu erkennen, und Jupiter ganz unten rechts. Merkur war durch die aufziehende Bewölkung bereits verdeckt.
 
 
Bei der Rückfahrt durch die Waldränder begegnete ich einen der ersten Glühwürmchen der Saison:
 
 
 
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