| Wetterstatistik 2025: Feinstaub |
| Beitrag: 16. Januar 2026 |
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Wichtig zu wissen ist, dass der Pollenflug im Sommer so gut wie nicht erfasst wird, da Pollen wesentlich größer als die obere Messgrenze (10 Mikrometer = ein Tausendstel Millimeter) des verwendeten Messgeräts sind. Widmen wir uns zunächst der Konzentrationen des Feinstaubs mit der Partikelgröße bis 2,5 Mikrometern (kurz PM 2,5) und betrachten die täglichen Durchschnittswerte im Verlauf des Jahres 2025. Die Konzentration wird dabei in Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft angegeben (kurz µg/m³): |
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Betrachten wir nun die Spannweite der täglichen Mindest- bis Maximalwerte, wobei die Grafik bei 152 µg/m³ nach oben abgeschnitten wird, damit die Darstellung übersichtlich bleibt: |
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Betrachten wir nun die Jahresmittelwerte der PM 2,5 Konzentration für die Jahre 2024 und 2025, sowie rechts daneben den ab dem Jahr 2030 maximal erlaubten Jahresmittelwert, sowie ganz rechts die Empfehlung der WHO zum maximalen Jahresmittelwert, der aufgrund von Studien zu langfristigen negativen Auswirkungen von Feinstaub auf den Menschen ermittelt wurde: |
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Um die Verschlechterung in 2025 besser bewerten zu können, betrachten wir eine monatliche Aufschlüsselung der beiden Jahre in der folgenden Grafik. 2024 wird dabei in blauer Farbe und 2025 orangenfarben dargestellt. Die monatlichen Feinstaub-Mittelwerte werden dabei als Balkenpaare dargestellt, und die monatlichen Durchschnittstemperaturen als gelbe Punkte, die mit Linien miteinander verbunden sind. Die linke Skala stellt die Feinstaub-Konzentrationen und die rechte Skala die Temperaturen dar: |
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Das kann man insgesamt schon als sehr problematisch einordnen. Insbesondere wenn man bedenkt, dass am 01.01.2025 die letzte Stufe der Bundesimmissionsschutzverordnung in Kraft trat. In dieser Stufe hätten die letzten verbliebenen Holz- und Pelletöfen ohne Feinstaubfilter um einen Feinstaubfilter bzw. Partikelabscheider erweitert oder sonst stillgelegt werden müssen, weil sie sonst die neuen Grenzwerte für Feinstaub nicht einhalten können. Sollte dies tatsächlich erfolgt sein, ist der Effekt unbemerkt verpufft. Allerdings weisen diverse Berichte darauf hin, dass sehr viele Öfen weiter ungefiltert in Betrieb sind. Wechseln wir nun zur Feinstaubpartikelgröße bis 10 Mikrometern (PM 10) und betrachten zunächst die täglichen Mittelwerte, wobei die Grafik zu Übersichtszwecken bei 70 µg/m³ nach oben abgeschnitten wurde: |
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Dabei ist zu erwähnen, dass die Messstation an einer etwas privilegierten Position steht, da kein direkter Nachbar mit Holz heizt. Würde man die Messstation eine Straßen weiter aufstellen, würden sich wesentlich mehr Überschreitungstage ergeben - sehr wahrscheinlich mehr als 35 Tage. Abschließend ein Beispiel des Feinstaub-Smogs, als die tief stehende Sonne ihn sichtbar machte: |
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